2011:

Diskussionsveranstaltung “Imagine there’s no deutschland”

Sowohl in Richtung der schwarz-rot-goldenen Masse als auch in Richtung der Linken wollen wir dabei die Kritik an der Spezifik der deutschen Nation stark machen. Denn die deutsche Ideologie, die in Auschwitz kulminierte, ist weder einfach aus der ökonomischen Rationalität der – jeden bürgerlichen Staat durchherrschenden – kapitalistischen Standortlogik zu erklären, noch hat sie sich seit der „Wende“ einfach in Luft aufgelöst. Das muss nicht nur den Apologet_innen der deutschen Nation, sondern auch dem linken „Ums Ganze“-Bündnis entgegengehalten werden, das ihnen auf den Leim geht.
Wir wollen in der Veranstaltung zunächst unseren Aufruf vorstellen und ihn dann zur Diskussion stellen. Einige kritische Kurzstatements sind bereits zugesagt, wir freuen uns aber auf weitere Wortmeldungen.

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2010:

Begriffe von Gewicht. Strukturelles Patriarchat oder heteronormative Matrix?

Eine Veranstaltung mit dem Antifaschistischen Frauenblock Leipzig
Audiomitschnitt online verfügbar

Patriarchat, heteronormative Matrix, Sexismus, Frauenunterdrückung: Begriffe, hinter denen sich verschiedene Konzepte von feministischer Gesellschaftskritik verbergen. Anstatt wilder und sinnfreier Wortjonglage wollen wir diese Konzepte offen legen und einer Kritik unterziehen.

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Geschlechterphantasien

Eine Veranstaltung mit Marcel Wolters

Eine Analyse der gesellschaftlichen Entstehungsbedingungen faschistischer Ideologien klärt nicht, wie diese Ideologien auf Subjektebene umgesetzt werden. Die Analyse so einer Umsetzung greift notwendig zu kurz, wenn sie das Geworden-Sein der Subjekte als nationale und geschlechtliche Wesen nicht reflektiert.

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2009:

„… in diesem Vergessen drückt sich aus, dass der Zigeuner noch unter den Überflüssigen überflüssig ist…“

Eine Veranstaltung mit Markus End und Roswitha Scholz am 08. Juni 2009

Antiziganismus ist ein weit verbreitetes und virulentes Phänomen, das in der bürgerlichen Gesellschaft tief verankert ist. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als „Zigeuner“ diskriminiert und verfolgt. Gleichzeitig mangelt es an politischen und theoretischen Analysen, auch von Seiten der Linken…

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2008:

Veranstaltungen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Niemand hat die Absicht Deutschland abzuschaffen“

Szenische Lesung gegen Deutschland

Lesung von Bente Varlemann und Patrick Klebba am 24. September 2008
Audiomitschnitt online verfügbar

„Deutschland in seinen eigenen Worten“ ist der Untertitel eines Textes von 1991. Namhafte deutsche Unternehmen, die Zwangsarbeiter_innen aus dem KZ Neuengamme beschäftigt hatten, waren um Geld für den Ausbau der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gebeten worden. Der Text zitiert und analysiert die Antwortschreiben und zeigt dabei die grauenhafte Fratze des „wiedervereinigten“ Deutschlands auf, wo mensch „wieder wer ist“ und daher alle Erinnerung an den Holocaust verhindern muss. Der zynische und polemische Text soll in verlesen und anschließend diskutiert werden.

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Stadtrundgang Kolonialmetropole Hamburg

Stadtrundgang mit Heiko Möhle am 25. September 2008

Als „Tor zur Welt“ wurde Hamburg mit seinem Hafen im 19. Jahrhundert zur Metropole des deutschen Kolonialreichs in Übersee. Zwischen City und Hafenrand erzählen Börse, alte Speicher, Kontorhäuser, Hafenanlagen, Kirchen und Denkmäler von Schnapsexporten und Kanonenbootpolitik, von „Deutschen Kamerunbananen“ und vom Maji-Maji-Krieg in „Deutsch-Ostafrika“.

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The truth lies in Rostock

Film und Diskussion am 9. Oktober 2008

Im August 1992 griff ein Mob aus Anwohner_innen und Nazis vier Tage lang die „Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“ (ZaST) im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen an. Begeisterte und applaudierende Deutsche machten aus dem brutalen Pogrom ein rassistisches Volksfest, auf dem sie weitgehend ungestört von der Polizei den Wahn eines „Deutschlands nur für Deutsche“ realisieren konnten. Es grenzt an ein Wunder, dass bei den Ausschreitungen niemand zu Tode gekommen ist. Der Dokumentarfilm „The truth lies in Rostock“ sorgte in der radikalen Linken für eine heiße Debatte um die Frage, in wieweit die rassistischen Übergriffe mit der „Wiedervereinigung“ Deutschlands und dem darauf folgenden nationalistischen Taumel zu tun hatten. Wir wollen den Film, der schockierende Originalbilder enthält, gemeinsam ansehen und danach diskutieren, was aus den damals geführten Debatten heute für die radikale Linke gelernt werden kann.

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Radiosendung „Praktischer Sozialismus“

Eine Sendung mit dem Hans-Jürgen-Krahl-Institut, gesendet auf FSK 93,0 MHz am 17. Mai 2008
Audiomitschnitt online verfügbar

Die kapitalistische Gesellschaft muss überwunden werden, da ist sich die radikale Linke einig. Aber was soll das praktisch heißen, und wie kann diese revolutionäre Umwälzung der Gesellschaft hier und heute vorbereitet werden?

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2007:

Sinn und Unsinn der Mobilisierung gegen den G8-Gipfel

Diskussionsveranstaltung mit No G8 (Kiel), Dissent! (Hamburg), dem Ums Ganze Bündnis [TOP (Berlin) & redical [M] (Göttingen)], Gruppe 8. Mai (Frankfurt/M) am 9. April 2007
Audiomitschnitt online verfügbar

Nur noch wenige Wochen bis Heiligendamm. Die Mobilisierung läuft auf Hochtouren.
Für die einen ist dies das bedeutendste linksradikale Event seit langem, für die anderen ein weiteres Zeichen für die mangelnde theoretische Auseinandersetzung in der Linken. Statt über das „Wann“ und „Wo“ zu reden, wollen wir hier über das „Weshalb“ und „Warum“ des ganzen Spektakels diskutieren und es auch grundlegend in
Frage stellen.

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